Obstbäume im Garten – Lohnt sich das?

Frische Früchte aus dem eigenen Garten sind nicht nur gesund, sondern auch besonders schmackhaft. Bereits nach zwei Jahren nach dem Pflanzen der Obstbäume kannst du mit der ersten Ernte rechnen. Welche Vorteile bringt der Anbau von Obstbäumen und welche Sorten eignen sich besonders gut für deinen Garten? All das erfährst du in diesem Artikel.

Vorteile von Obstbäumen im Garten

Frisch geerntetes Obst aus dem eigenen Garten ist deutlich gesünder als das aus dem Supermarkt. Beim eigenen Anbau kannst du den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduzieren oder ganz auf natürliche Mittel zurückgreifen. Viele Menschen bevorzugen umweltfreundliche Alternativen, um ihre Pflanzen zu schützen.

Die Früchte im Supermarkt werden oft zu früh geerntet und reifen während der Lagerung nach. Dadurch können sie nicht alle Nährstoffe von den Bäumen aufnehmen, was sich negativ auf den Geschmack auswirkt. Bei eigenem Anbau kannst du die Früchte erst ernten, wenn sie vollständig gereift sind – so profitierst du von einem volleren Aroma und einem höheren Nährstoffgehalt.

Der Anbau von Obstbäumen kann zudem langfristig Kosten sparen. Du benötigst weniger chemische Mittel, was den Anbau gesünder und auch preiswerter macht. Gesund und kostengünstig – eine ideale Kombination!

Säulenobstbäume – Eignen sie sich für den Garten?

Säulenobstbäume sind schmal und verzweigen sich nicht zur Seite. Sie werden nicht höher als 2-3 Meter und haben eine Breite von nur 60-80 cm. Aufgrund ihrer kompakten Größe können sie schon in einem Abstand von einem Meter gepflanzt werden, was sie zu einer idealen Wahl für kleine Gärten oder sogar Balkone macht.

Beliebte Säulenobstbäume sind:

  • Apfel: ‚Bolero‘, ‚Waltz‘, ‚Polka‘
  • Pflaume: ‚Imperial‘, ‚Fruca‘
  • Birne: ‚Saphira‘, ‚Decora‘
  • Aprikose: ‚Compacta‘
  • Kirsche: ‚Queen Mary‘, ‚Silva‘

Nicht alle Säulenobstbäume sind winterhart, daher sollten sie in den ersten Jahren im Winter geschützt werden – zum Beispiel mit Vlies oder einer Schicht Styropor um den Wurzelbereich, falls sie in Töpfen stehen. Säulenobstbäume sind pflegeleicht, wachsen langsam und tragen bereits nach zwei Jahren Früchte. Die beste Pflanzzeit ist zwischen Anfang September und Ende November.

Zwergobstbäume – Eine gute Wahl für den Garten?

Zwergobstbäume werden auf kleinwüchsige oder halbkleine Unterlagen veredelt. Zwergformen erreichen eine Höhe von 2-3 Metern, während halbzwergige Bäume bis zu 4-5 Meter hoch werden. Diese Information ist beim Kauf wichtig zu beachten. Im Gegensatz zu Säulenbäumen haben Zwergbäume keine schmale Form. Ihre Krone ähnelt der eines normalen Baumes, jedoch in einer kleineren Version.

Beliebte Zwergobstbäume sind:

  • Kirsche: ‚Burlat‘, ‚Regina‘, ‚Sweetheart‘, ‚Summit‘
  • Pfirsich: ‚Honey Gold‘
  • Birne: ‚Asiatische Birne‘, ‚Garden Pearl‘
  • Nektarine: ‚Rubis‘
  • Sauerkirsche: ‚Piemont‘
  • Aprikose: ‚Aprigold‘

Auch Zwergbäume benötigen im Winter Schutz sowie Stützen, um sie vor dem Umkippen oder Brechen unter dem Gewicht der Früchte zu bewahren. Sie tragen nach etwa 2-3 Jahren Früchte und werden im Herbst gepflanzt. Empfindliche Sorten wie Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen sollten hingegen im Frühjahr gepflanzt werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Obwohl der Anbau von Obstbäumen etwas Geduld erfordert, bieten sie eine lohnende Investition in gesunde und frische Früchte direkt aus dem eigenen Garten.

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