Mikrokraut, auch Microgreens genannt, sind junge Pflänzchen von Gemüsen und Kräutern, die geerntet werden, wenn sie noch sehr klein sind. Sie haben nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern sind auch reich an Nährstoffen. Der Anbau von Mikrokraut zu Hause ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Ihren Gerichten eine frische, aromatische Note zu verleihen. Da diese kleinen Pflänzchen in Supermärkten oft teuer sind, lohnt sich der Eigenanbau umso mehr.

Was sind die Vorteile von Mikrokraut?
Mikrokraut bietet viele Vorteile: Trotz ihrer geringen Größe sind sie vollgepackt mit Nährstoffen. Junge Sprossen enthalten oft mehr Nährstoffe als ihre ausgewachsenen Pendants. Außerdem können sie das ganze Jahr über angebaut werden, was sie zu einer idealen Wahl für die Küche macht. Ein sonniges Fensterbrett reicht aus, um innerhalb weniger Tage frisches Mikrokraut zu ernten.
Mikrokraut in Innenräumen anbauen
Der Anbau von Mikrokraut in Innenräumen ist denkbar einfach und erfordert wenig Platz, Zeit und Aufwand. So funktioniert es:
- Vorbereitung des Anbaubehälters: Füllen Sie eine flache Anzuchtschale oder einen anderen geeigneten Behälter mit feiner Erde. Drücken Sie die Erde leicht an, um eine glatte Oberfläche zu schaffen.
- Aussaat: Streuen Sie die Samen dicht auf die Erde, aber vermeiden Sie, dass sie übereinanderliegen. Decken Sie die Samen mit einer dünnen Schicht Erde ab.
- Bewässerung: Gießen Sie die Samen vorsichtig, am besten mit einer Gießkanne mit feiner Brause. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht, aber nicht zu nass bleibt.
- Licht und Standort: Stellen Sie die Schale auf ein sonniges Fensterbrett. Besonders im Winter kann die Verwendung einer Pflanzenlampe hilfreich sein.
- Pflege und Ernte: Halten Sie die Erde feucht, bis die Sprossen etwa 2 bis 5 cm hoch sind. Die Ernte erfolgt in der Regel nach 7 bis 21 Tagen, je nach Pflanze. Schneiden Sie das Mikrokraut mit einer Schere knapp über der Erde ab.
Welche Sorten von Mikrokraut gibt es?
Es gibt viele verschiedene Sorten von Mikrokraut, die Sie anbauen können. Zu den beliebtesten gehören:
- Salate und Blattgemüse: Rucola, Spinat, Kresse, Mizuna, Kopfsalat.
- Gemüsesorten: Brokkoli, Radieschen, Rote Bete, Erbsen, Grünkohl.
- Kräuter: Basilikum, Petersilie, Koriander, Dill, Fenchel.
Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack und Nährwert, sodass Sie mit verschiedenen Samen experimentieren können, um herauszufinden, was Ihnen am besten schmeckt.
Mikrokraut im Freien anbauen
Falls Sie mehr Platz haben oder das Mikrokraut lieber im Freien anbauen möchten, können Sie dies im Garten oder auf dem Balkon tun. Der Prozess ist ähnlich wie in Innenräumen, aber Sie sollten sicherstellen, dass der Boden gut vorbereitet ist und das Beet regelmäßig gepflegt wird. Beachten Sie, dass Pflanzen im Freien anfälliger für Schädlinge sind, daher sollten Sie entsprechende Maßnahmen zum Schutz Ihrer Pflanzen ergreifen.
Anbau von Mikrokraut ohne Erde
Mikrokraut kann auch hydroponisch, also ohne Erde, angebaut werden. Dabei kommen Materialien wie Kokosfasermatten, Hanfmatten oder Perlit zum Einsatz. Diese Methode ist besonders sauber und platzsparend. Die Samen werden auf das Substrat gestreut und regelmäßig befeuchtet, bis sie keimen.
Wie oft kann Mikrokraut geerntet werden?
Einige Mikrokrautsorten, wie Erbsen, können nach dem Schnitt erneut wachsen, während andere nach der ersten Ernte nicht mehr weiterwachsen. Bei einer erneuten Ernte kann es jedoch sein, dass die zweite Generation weniger ergiebig ist oder anfälliger für Schimmel wird. Da Mikrokraut so schnell wächst, ist es oft sinnvoller, regelmäßig nachzusäen, um eine kontinuierliche Ernte zu gewährleisten.
Der Anbau von Mikrokraut ist eine lohnende und einfache Möglichkeit, frische und nährstoffreiche Pflanzen in Ihre Küche zu integrieren. Ob auf dem Fensterbrett oder im Garten – mit ein wenig Aufwand können Sie Ihre eigenen Mini-Kräuter und -Gemüse das ganze Jahr über genießen.


